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Verfasst von: Kate Zusmann
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Adresse | Piazza S. Ignazio, Roma |
Die Kirche des heiligen Ignatius von Loyola in Rom (Chiesa di Sant’Ignazio di Loyola in Campo Marzio) ist ein prachtvolles barockes Meisterwerk, das für seine kunstvolle Schönheit und einzigartigen architektonischen Merkmale bekannt ist.
Die im 17. Jahrhundert erbaute Kirche wurde von namhaften Architekten wie Carlo Maderno und Francesco Grimaldi entworfen. Ihr beeindruckendes Inneres ist mit kunstvollen Fresken, Trompe-l’œil-Elementen und einer ikonischen Decke geschmückt, auf der das Gemälde „Apotheose des heiligen Ignatius“ von Andrea Pozzo zu sehen ist.
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ToggleDie Kirche des heiligen Ignatius von Loyola, allgemein bekannt als Chiesa di Sant’Ignazio, ist eine Jesuitenkirche, die dem Gründer des Jesuitenordens, dem heiligen Ignatius von Loyola, gewidmet ist. Die Geschichte der Kirche reicht bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück, als die Jesuiten den Wunsch hegten, eine prächtige Kirche zu Ehren ihres Gründers zu errichten. Der Bau begann im Jahr 1626 unter der Leitung des Architekten Carlo Maderno, der bis zu seinem Tod im Jahr 1629 an den ersten Entwürfen arbeitete.
Nach Madernos Tod übernahm Francesco Grimaldi das Projekt und nahm bedeutende Änderungen an den ursprünglichen Plänen vor. Die Kirche wurde im Jahr 1650 geweiht, obwohl einige Teile des Gebäudes zu diesem Zeitpunkt noch unvollständig waren. Eines der herausragendsten Merkmale der Kirche ist ihr einzigartiges architektonisches Design, insbesondere die Verwendung von erzwungener Perspektive im Kirchenschiff – eine optische Täuschung, die den Eindruck eines viel größeren Raums erweckt, als tatsächlich vorhanden ist.
Die Kirche des heiligen Ignatius ist bekannt für ihre aufwendige Innenausstattung. Besonders bemerkenswert ist die Decke des Kirchenschiffs, die von Andrea Pozzo gestaltet wurde. Die Decke erweckt den Eindruck einer Kuppel, obwohl tatsächlich keine vorhanden ist, und zeigt ein großartiges Fresko, das die Apotheose des heiligen Ignatius darstellt. Die Kirche beherbergt zudem zahlreiche Kapellen, die mit exquisiter barocker Kunst geschmückt sind, darunter Skulpturen von Pierre Legros und Gemälde von Andrea Sacchi.
Ein besonders bemerkenswerter Abschnitt der Kirchengeschichte ereignete sich Mitte des 18. Jahrhunderts, als die Jesuiten aus finanziellen Gründen den Bau der Kuppel nicht vollenden konnten. Um dieses Problem zu lösen, malte Andrea Pozzo eine sogenannte „Augen täuschende Kuppel“ an die Decke. Diese illusionistische Technik erzeugte wirkungsvoll den Eindruck einer Kuppel, ohne dass eine physische Struktur errichtet werden musste.
Trotz der unvollständigen Kuppel ist die Kirche des heiligen Ignatius von Loyola ein prachtvolles Beispiel römischer Barockarchitektur. Sie ist ein bedeutendes religiöses und kulturelles Wahrzeichen im Herzen Roms und zieht Besucher aus aller Welt an, die die künstlerischen Schätze und die architektonische Raffinesse bestaunen möchten, mit der ein visuell beeindruckendes Inneres geschaffen wurde. Heute kommen Hunderte von Besuchern, um ein Selfie im Spiegel der Kirche zu machen – mit den Gemälden der Decke im Hintergrund.
Die Kirche Sant’Ignazio di Loyola in Rom ist ein wahres Schatzkästchen barocker Kunst und architektonischer Meisterwerke. Hier sind einige bemerkenswerte Highlights, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten:
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Der heilige Ignatius von Loyola, geboren als Íñigo López de Loyola im Jahr 1491, war ein spanischer baskischer Priester und Theologe, der zum Gründer der Gesellschaft Jesu wurde, besser bekannt als die Jesuiten. Ignatius war eine Schlüsselfigur der katholischen Gegenreformation und spielte eine bedeutende Rolle bei der Erneuerung und Stärkung der katholischen Kirche in Zeiten religiöser Umbrüche.
Ignatius erlebte eine tiefgreifende religiöse Bekehrung, während er sich 1521 von einer Kriegsverletzung erholte. Während dieser Zeit widmete er sich intensiv dem Gebet und Studium und entwickelte die „Geistlichen Übungen“ – eine Sammlung von Meditationen, Gebeten und inneren Übungen, die darauf abzielen, die Beziehung zu Gott zu vertiefen. Diese Übungen wurden später zu einem Grundpfeiler der jesuitischen Spiritualität.
Im Jahr 1540 erhielt Ignatius die päpstliche Anerkennung für die Gesellschaft Jesu, einen Orden aus Klerikern und Laien, der sich der Bildung, der Missionsarbeit und dem Dienst an der Kirche verschrieb. Die Jesuiten wurden weltweit für ihr Engagement in Wissenschaft, Bildung und Missionstätigkeit bekannt.
Der heilige Ignatius von Loyola wurde im Jahr 1622 von Papst Gregor XV. heiliggesprochen, und sein Gedenktag wird am 31. Juli gefeiert. In religiöser Kunst wird er häufig mit einem Buch dargestellt, das seine Geistlichen Übungen symbolisiert, sowie mit einem brennenden Herzen, das seine tiefe Gottesliebe verkörpert. Der heilige Ignatius gilt als bedeutender religiöser Führer und zentrale Figur der christlichen Mystik und kontemplativen Spiritualität.
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Autor: Kate Zusmann
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