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Tipp | Besuchen Sie den Konstantinsbogen früh am Morgen bei Sonnenaufgang. Suchen Sie sich eine interessante Perspektive auf Augenhöhe und beziehen Sie die antiken Pflastersteine mit ins Bild ein – so entsteht ein besonders stimmungsvolles Foto. |
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Adresse | Via di S. Gregorio, Roma |
Der Triumphbogen des Konstantin, errichtet im Jahr 315 n. Chr., erinnert an den Sieg des römischen Kaisers Konstantin des Großen über den römischen Usurpator Maxentius in der Schlacht an der Milvischen Brücke in Rom.
Der Bogen befindet sich an der Via Triumphalis, zwischen dem Kolosseum, dem Tempel der Venus und Roma sowie dem Forum Romanum. Er gilt als der modernste aller römischen Triumphbögen und zugleich als das letzte große Monument des kaiserlichen Roms.
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ToggleHier sind sechs faszinierende und ungewöhnliche Fakten über den Konstantinsbogen:
Der Konstantinsbogen gehört zu den 30 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rom.
Der Triumphbogen wurde am 25. Juli 315 n. Chr. anlässlich des 10. Jahrestages der Herrschaft Konstantins errichtet. Er ist 21 Meter hoch und fast 26 Meter breit. Das Bauwerk besteht aus grauem und weißem prokonesischem Marmor. Im Mittelalter war der Bogen Teil einer Festung der Familie Frangipane, bevor er im 15. Jahrhundert n. Chr. renoviert wurde. Im Jahr 1597 ließ Papst Clemens VIII. eine der gelben Marmorsäulen entfernen und nutzte sie für ein Portal der Lateranbasilika. Er ersetzte sie durch eine purpurfarbene Säule.
Konstantin war überzeugt, dass er seinen Sieg über Maxentius mit der Hilfe des christlichen Gottes errungen hatte. Daher beendete seine Herrschaft die Christenverfolgung, und das Christentum wurde zur offiziellen Religion im Römischen Reich. Darüber hinaus verlegte Konstantin im Jahr 325 n. Chr. die Hauptstadt des Reiches von Rom nach Konstantinopel (heute Istanbul).
Der Block über den Bögen des Monuments zeigt reliefierte Tafeln sowie eine Inschrift in lateinischer Sprache.
Der lateinische Text lautet:
IMP CAES FL CONSTANTINO MAXIMO
P F AUGUSTO SPQR
QUOD INSTINCTU DIVINITATIS MENTIS
MAGNITUDINE CUM EXERCITU SUO
TAM DE TYRANNO QUAM DE OMNI EIUS
FACTIONE UNO TEMPORE IUSTIS
REM PUBLICAM ULTUS EST ARMIS
ARCUM TRIUMPHIS INSIGNEM DICAVIT
An den Kaiser Flavius Konstantin den Großen,
fromm und vom Glück begünstigt – der Senat und das Volk von Rom,
weil er durch göttliche Eingebung
und eigene Größe des Geistes mit seinem Heer
über den Tyrannen sowie über dessen gesamte
Partei zur selben Zeit in gerechtem
Kampf den Staat gerächt hat,
weihten ihm diesen Triumphbogen als Zeichen des Sieges.
(Quelle: Claridge, S. 308)
Der Triumphbogen ist ein großes Bauwerk, und viele seiner Teile stammen aus dem 1. und 2. Jahrhundert und wurden wiederverwendet. So wurden beispielsweise Marmortafeln aus Luna vom Bogen des Marc Aurel übernommen. Auf jeder Fassade befinden sich acht Marmortafeln mit architektonischen Szenen, die den Kaiser im Krieg oder bei zivilen Aufgaben zeigen.
Acht weiße Rundmedaillons aus Luna-Marmor an den Fassaden stammen von einem verlorenen Ehrenmonument für Hadrian.
Die Medaillons zeigen Szenen einer Löwen- und Bärenjagd sowie Opferzeremonien zu Ehren von Herkules, Diana, Silvanus und Apollo.
Zudem stammen die beiden inneren Reliefs der mittleren Bögen sowie die oberen Tafeln auf jeder Seite des Bauwerks aus dem sogenannten Großen Trajanischen Fries, der ursprünglich in der Basilica Ulpia im Trajansforum angebracht war.
Zwei große Friesplatten zeigen:
– eine Szene, in der ursprünglich Trajan oder Domitian auf einem Pferd sitzend gegen Barbaren kämpft – die Darstellung wurde später überarbeitet, um mehr Ähnlichkeit mit Konstantin zu erzeugen;
– eine Darstellung, auf der Konstantin von der Siegesgöttin gekrönt wird, begleitet von zwei Frauenfiguren, die Ehre und Tugend symbolisieren.
Die acht korinthischen Säulen stammen von einem verlorenen flavischen Monument aus dem 1. Jahrhundert. Über jeder dieser Säulen ist eine Statue gefesselter Daker platziert.
Über den beiden kleineren Bögen befindet sich je eine Originalskulptur, die Flussgötter darstellt; über dem großen zentralen Bogen auf beiden Fassaden sind Siegesgöttinnen abgebildet.
Zusätzlich enthält das Monument auf jeder Schmalseite eine Darstellung der Sonne und des Mondes. Unterhalb dieser Reliefs befindet sich ein Fries, der den Einzug in Rom von Osten sowie den Aufbruch aus Mailand im Westen zeigt.
Insgesamt ist der Konstantinsbogen eines der besterhaltenen Monumente des antiken Rom. Durch seine zentrale Lage zählt er heute zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Autor: Artur Jakucewicz
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